Texas Hold’em Spielregeln und Anleitung

Texas Hold'em ist ein recht einfaches Spiel, das jeder lernen kann. Deswegen erfreut es sich sowohl im Online Casino als auch am originalen Pokertisch so großer Beliebtheit. Aber manchmal dauert es Jahre, bis Texas Holdem Poker richtig mit allen Tricks und Kniffen beherrscht wird. Wir wollen Ihnen hier die Grundregeln von Texas Holdem nahe bringen und auf die wichtigsten Spielregeln eingehen. Wir erklären dies an einem fiktiven Spielbeispiel.

Texas Holdem Poker kann von 2 bis 10 Spielern gespielt werden, wobei anzumerken ist, dass ein volles Spiel meist aus 9 Teilnehmern besteht. Für unsere Spielanleitung legen wir nun folgendes fest:

  • Die Karten werden von einem professionellen Dealer ausgegeben, dieser spielt aber nicht. (Selbstverständlich kann Texas Hold'em zu Hause auch so gespielt werden, dass Spieler abwechselnd die Karten austeilen.)
  • An unserem Spiel nehmen 9 Spieler teil.
  • Stakes werden auf $10 - $20 festgelegt. (Alle Einsätze und Erhöhungen betragen $10 in den ersten beiden Wettrunden und $20 in den letzten beiden Runden)
Zu Beginn gibt der Dealer jedem Spieler eine Karte. Der Spieler, der die höchste Karte erhalten hat, wird zum Button.

Wenn die Position des Buttons festgelegt wurde, werden Einzelkarten vom Dealer gesammelt, er mischt die Karten noch einmal und teilt an jeden Spieler zwei Karten, genannt Hole Cards, aus.

Bevor das Spiel beginnt, müssen die 2 links vom Button sitzenden Spieler einen verdeckten Einsatz, genannt Blind erbringen. Blinds haben beim Texas Holdem den Zweck des Antes beim Stud Poker und geben den anderen Spielern einen Bezugspunkt für Ihre Einsätze.

Wenn im Pot kein Starteinsatz wäre, gäbe es wenige Anreize für Spieler zu setzen. Warum riskiert man als erster dran zu sein, wenn man schlechte Karten bekommen hat? Nun, der Einsatz dient als eine Art "Ziel".

Das Problem, dass niemand setzen würde, wird durch den Einsatz der Blinds eliminiert. Der 1. Spieler, der links vom Button sitzt, macht den Small Blind und der 2. Spieler setzt den Big Blind.

Der 3. Spieler links vom Button ist jetzt als erster dran. Er muss sich jetzt entscheiden: In unserem Beispiel hat die im Big Blind sitzende Person $10 gesetzt. Der 3. Spieler kann jetzt $10 callen und entscheiden, dass seine Hand zu schwach ist und aussteigen oder er entscheidet sich, dass seine Hand gut ist und er um $10 erhöht.

Gespielt wird immer im Uhrzeigersinn. Jeder Spieler muss nun dieselbe Entscheidung treffen. Ist der 3. Spieler ausgestiegen, oder hat er gecalled, wird der nächste Spieler mit einem $10 Einsatz konfrontiert. Hat der 3. Spieler erhöht, dann heißt es jetzt im Fachjargon "$20 zu gehen", d.h. alle folgenden Spieler müssen entscheiden, ob sie $20 callen, aussteigen oder um $30 erhöhen wollen. Hat der 3. Spieler um $20 erhöht, so hat er den 4. Spieler daran gehinert, am $10 Level teilzunehmen. Der 4. Spieler muss also mit gehen.

Wir nehmen an, dass unser 3. Spieler $20 erhöht hat und der 5. und 10. Spieler (der 9. Spieler ist der Button und daher als letzter in den Wettrunden nach der ersten Runde dran). Nur in der ersten Runde haben diejenigen, die die Blinds gesetzt haben, die Chance am Button vorbei zu setzten. Sie müssen jetzt entscheiden, was sie mit ihren Händen machen wollen.

Der Small Blind hat schon $5 in den Pot gelegt. Wenn er jetzt callen möchte, muss er weitere $15 einsetzen. Der Big Blind hat $10 in den Pot eingelegt. Wenn dieser callen möchte, muss er noch mal $10 einsetzen. Jeder von diesen Spielern hat selbstverständlich auch die Möglichkeit zu erhöhen.

Wenn in der Runde nur gecallt worden wäre, dann hätte das Small Blind $5 angelegt, um zu callen, oder $15, um zu erhöhen. Nehmen wir an, es ist nicht erhöht worden, dann hätte das Big Blind ebenfalls checken oder erhöhen können. Normalerweise kann ein Spieler seinen eigenen Einsatz nicht erhöhen und theoretisch ist das Big Blind die Person, die den ersten $10 Einsatz gemacht hat. Weil das Big Blind nichts mit diesem $10 Einsatz machen kann, hat er hier die Möglichkeit zu erhöhen, wenn keiner der anderen Spieler erhöht hat.

Nehmen wir jetzt an, dass der Small Blind foldet und der Big Blind called. Die Größe des Pots ist jetzt $85: $20 von Spielern 3, 5, 9 und 2 (der Big Blind) und $5 vom 1. Spieler (der Small Blind).

Die oberste Karte wird in der ersten Wettrunde entfernt (Burn-Card). Dadurch soll Spielbetrug vermieden werden. Jetzt werden 3 weitere Karten auf einmal in die Mitte des Pokertisches gelegt. Es sind Gemeinschaftskarten und sie werden Flop genannt. Sie gehören allen Spielern, genau wie alle anderen Boardkarten.

Nach dem Flop agiert der 2. Spieler als erster. Er hat die Möglichkeit zu checken oder zu setzen. Checkt er, kann der folgende Spieler dasselbe tun. Wenn die Spieler Nr. 2 und 3 checken, aber Spieler Nr. 5 setzt, muss sein Einsatz $10 betragen. Folden Spieler Nr. 2 und 3, wächst der Pot auf $105 an und es sind 2 Spieler übrig geblieben.

Nach der 2. Runde wird eine weitere Karte zur Seite gelegt. Jetzt wird die 4. Gemeinschaftskarte ausgegeben. Diese Karte wird als Turn oder Fourth Street bezeichnet. Der Spieler Nr. 5 kann entweder checken oder $20 setzten ($10 werden in Runde 1 und 2 gesetzt, $20 in den letzten beiden Runden.

Wenn Spieler Nr. 5 checkt und Spieler Nr. 9 setzt $20, dann erhöht unser Spieler Nr. 5 jetzt um $40. Im Fachjargon heißt das, dass Spieler Nr. 5 dem Spieler Nr. 9 den Check-Raise gemacht hat.

Jetzt nehmen wir an, dass Spieler Nr. 9 den Check-Raise called. Mittlerweile wurden weitere $80 in den Pot gelegt. Der Pot ist jetzt $185 schwer. Eine Karte wird jetzt vom Dealer entfernt und er teilt die 5. und somit letzte Gemeinschaftskarte aus. Diese Karte wird als River oder Fifth Street bezeichnet.

Jetzt haben alle Spieler bereits alle Karten erhalten. Wenn die Spieler ihre letzten Einsätze überlegen, sehen sie, welche ihre beste 5-Karten-Hand ist. Jeder der 9 Spieler kann jetzt jede, der 5 Karten in der Mitte des Pokertischs und/oder die 2 Karten in seiner Hand benutzen, um eine 5-Karten-Kombination zu bilden. D.h. die Spieler verwenden keine, eine oder beide ihrer 2 Hole-Cards.

Weshalb will möglicherweise einer der Spieler seine Hole-Cards nicht verwenden? Z. B. Ein Spieler hat mit einer sehr guten Hand, wie K(Herz)K(Karo) begonnen. Zwei Könige, gleichgültig welcher Farbe, sind die zweitbeste Starthand im Texas Holdem Poker und werden daher meißt ziemlich aggressiv gesetzt.

In unserem Beispiel liegt der finale Gemeinschaftsboard J(Pik)10(Pik)5(Pik)3(Pik)2(Pik) auf. Dies ist ein Pik-Flush Keiner der beiden roten Könige kann diese Hand verbessern. Besäße der Spieler K(Pik)K(Karo), würde er seinen Pik-König spielen, um einen Flush mit König anstatt eines Flushes mit Buben zu bekommen. Wenn jetzt der finale Board tatsächlich ein Pik-Flush war und kein anderer Spieler Pik hatte, würden beide Spieler den Gemeinschaftsboard als ihre Hände spielen und der Pot würde geteilt werden.

Nehmen wir jetzt an, dass unserem Spieler Nr. 5 klar ist, dass seine Chancen nicht mehr gut stehen, Spieler Nr. 9 noch an einen Check-Raise zu hindern. Spieler Nr. 5 geht daher vor und setzt aus. Wenn Spieler Nr. 9 nicht called, braucht unser Spieler Nr. 5 seine Hand nie zeigen; er sammelt in diesem Fall einfach den Pot ein. Sollte Spieler Nr. 9 callen, dann dreht jeder Spieler am Tisch seine Hand um und die beste Hand gewinnt den Pot.

Warum könnte jetzt Spieler Nr. 9 überlegen zu folden und seiner Chance nachgeben, den mittlerweile auf $205 angewachsenen Pot zu sammeln, wenn seine Hand die beste war, nachdem er so lange an der Hand beteiligt war? Dies kann der Fall sein, wenn Spieler Nr. 9 7-8 hielt und durch Flop von 5-6-K ermutigt wurde, aber es ihm misslungen ist, an seinen Draw zu binden, wenn die 2 letzten Boardkarten Q-J waren. In dieser Situation wäre es unklug für den Spieler Nr. 9 weitere $20 mit nur 8-hoch in seiner Hand zu callen – besonders im Hinblick auf die 3 Karten am Board (dem Buben, dem König und der Dame), die oft in guten Starthänden gehalten werden.





Web Directory | Partner Seiten | Online Casinos | Suchmaschinenoptimierung & Webdesign www.stajic.de | Impressum